Schneehäschen malen und Bananenpreis

Dieses Wochenende sind Florian Feigl und Jörn Burmester zu Gast bei „Aktionen 3x wöchentlich“. Zuhause in Berlin halten sie die Organisation des Performerstammtischs ein paar Tage an der langen Onleine. Nach Hamburg haben sie niedliche Schneehäschen mitgebracht. Während ihre Dompteure am Fr. den 17.12. die Raumachse des Einstellungsraums quer über die Straße bis auf die gegenüberliegende Fassade verlängern, müssen die Kleinen  Bilder malen. Wir sind „tierisch“ gespannt, wie Florian es schafft, über die eisglatte Fahrbahn der Wandsbeker Chaussee zu kommen.  „Wenn du mich hören kannst Florian, dann sag mir dringend, ob du schon die Polarnägel unter deine Sohlen geschraubt hast?“

Am Samstag wird der Gewinner des Bananenrätsels belohnt.  Wer die Form der Banane der richtigen Aktion zuordnet, bekommt als Preis eine von Schröder ausradierte Originalzeichnung oder eine Tafel Schokolade analogen Marktwerts. Burmester, Feigl und Schröder werden sich über das Gespräch zwischen Beuys und Filliou hermachen. Dieses und weitere Re-doings von unbekannten und bekannten Werken und Re-tellings nach Losen, die aus der Salzglasurvase im Fenster zu ziehen sind, die Lose von 42 Vorträgen enthält, können aktiviert werden.

Do., Fr., Sa., also vom 16. – 18. Dezember täglich von 17 – 20 Uhr.

1 Antwort auf “Schneehäschen malen und Bananenpreis”

  1. Elke Suhr sagt:

    Hallo Johannes-Admin,

    hier einen öffentlichen Dank für deine umfangreichen Vorbereitungen und Ausführungen mit deinen Aktions-Gästen für die Zeit vom 02. -18.12.10.

    Zu der letzten Aktion KISS am 17.12.10 von Burmester und Feigl würde ich gern auf diesem Wege noch ein paar Fragen stellen /Anmerkungen machen.

    In dieser genannten Aktion agierten nebeneinander die beiden Spielzeughasen im begrenzten Farbfeld als (an-)triebgesteuerte Malwerkzeuge einerseits und die beiden Akteure Burmester und Feigl als “Bewussthaber”(Schmitz) andererseits.
    Burmester und Feigl durchmaßen arbeitseilig direkt auf kürzestem Wege den Innenraum unseres Ladens und den Außenraum vor der Fensterscheibe bis zur gegenüberliegenden Häuserfront.
    Interaktiv sozusagen in einem Invertverfahren begegneten sie sich dann an unserer Ladenfensterscheibe, um diese mit ihren eingefetteten Lippen zu markieren.

    Ihr formuliertet gestern am 18.12. in Eurem Arbeitsgespräch, dass die “Performance”/die Aktion das Archiv sei.

    Ich kenne die Performancegeschichte nur bruchstückhaft.
    Insofern sah ich die Aktion KISS aus einem anderen Bezugsfeld her: einmal aus dem der Malerei (Fensterscheibe = Leinwand) und zum anderen aus dem der jedem Menschen auferlegten Aufgabe der Selbsterfahrung.

    Ist diese quasi Selbstbegegnung an der Fensterscheibe für die Autoren eine Neuerung,
    da sie ihr jeweiliges AlterEgo nicht erschlugen/bekämpften usw., wie in der
    (Männer-)welt üblich oder war es ein Bekenntnis im Erkenntnisvorgang?

    Würde mich interessieren, dazu etwas zu erfahren.
    Bestgruß Elke

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