Black-Box: Gute Besserung René

Aus der Korrespondenz mit René Schmalz

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Das Programm am ersten Abend ließ sich in deinem Sinne gestalten, trotzdem haben dich alle sehr vermisst. Besonders Brigitte, unsere Schriftführerin, eine begeisterte Leserin von Friederike Mayröcker, ist gespannt auf das Video, das ihr in Wien gedreht habt.

Mit 4 Teilnehmern ließ sich eine interessante Tischsituation herstellen. Mit dem Auspacken eines Kartons mit Relikten konnte die Intention des Schauwerk Black Box Projektes zumindest angedeutet werden. Der Inhalt des Pakets stammt von einer Installation, die parallel zu meiner Performance über „Isobare und Gliederreißen“ als Beitrag des Festivals „Vogelfrei“ im November 2007 in Darmstadt zu sehen war. Ute Ritschel, die Initiatorin und Kuratorin, hat ihn mir nach der Ausstellung zurückgeschickt. Darin befanden sich mit Pigmenten gefärbte Isobare aus Draht und zu Wirsingköpfen gedrehte Manuskriptseiten und Knochen aus Manuskriptmaché. Alle Anwesenden lasen die erkennbaren Worte laut. So dass ein Cut-up-Text zu Fragen des Körpers in der Performance und auf Zeichnungen von Thomas Rieck vernehmbar wurde.

Als Los wurde die Mappe mit den Vorüberlegungen zu meinem Papier für die 8. PSi-Konferenz 2002 Theaters of Life an der N.Y.U. gezogen. Charlotte Salomons autobiographischen Aquarellen Theater und Leben und die darin enthaltenden Entwürfen für eine Operette lieferten ein schier überwältigendes Material über fatale Familienkonstellationen, Flucht, Deportation, Depression und „Talking Heads“.

Eine zweiminütige Mikro-Performance mit einer Kuckucksuhr ging der Frage nach, warum ausgerechnet der Kuckuck in der nach im benannten Uhr die Zeit angibt. Tip: Der Kuckuck kann zählen sowie Farben und Größe seiner Eier modellieren.

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Gute Besserung

Johannes“

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