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- Ausstellungen - Materialien (1)
- Blogroll (2)
- Uncategorized (6)
- 14.4.2011: Happening auf Kampnagel
- 22.2.2011: Vorschläge sind willkommen
- 1.2.2011: "... als würden die Hasen und ich uns gegenseitig übereinander lustig machen."
- 11.1.2011: Katalog "Hybrid" 2010 kommt
- 7.1.2011: Wieder da im Neuen Jahr
- 17.12.2010: Schneehäschen malen und Bananenpreis
- 12.12.2010: Black-Box: Gute Besserung René
- 7.12.2010: J.L.Schröder + Gäste: Aktionen 3 x wöchentlich
- 28.11.2010: Herzlich Willkommen!
Happening auf Kampnagel
14.4.2011 von admin.
Liebe Freundinnen und Freunde des Einstellungsraums,
nach einer Pause melde ich mich im Blog zurück. Inzwischen haben wir den Katalog „Hybrid“ herausgebracht und konnten ihn in K 3, dem Zentrum für Choreographie auf Kampnagel, präsentieren.
Die Katalog-Release auf Kampnagel ergab sich durch Claudia Plöchinger, die als Kuratorin und Produzentin VERKEHR – Ein choreographisches Planspiel konzipiert und kuratiert. In der Planungsphase nahm Elke Suhr Kontakt mit ihr auf und lud sie ein, ihr Konzept im EINSTELLUNGSRAUM vorzustellen. Wie ich gestern auf der Premiere erleben konnte ist ihr und ihrem Team ein spannendes 3-stündiges Experiment mit dem Publikum gelungen.
Dieses Happening, bei dem alle Besucher mitmachen und nur bei gelegentlichen Verschnaufpausen auch einmal zuschauen, zeigt, dass Verkehr und Choreographie keine Gegensätze sind. Deshalb möchte ich hier Kurzentschlossenen einen Theatertipp geben.
Claudia Plöchinger: VERKEHR, auf Kampnagel 14.-16. April 2011jeweils um 19:30
Gruppen mit A fangen im Parcours mit den Autoskootern an, spielen in einem übergroßen Flipperautomaten, wo man Millionen Punkte machen kann, oder rasen mit ferngesteuerten Miniaturautos durch einen virtuellen Parcours, der jederzeit von Stadtverkehr auf Autobahn oder sich an Felswänden schlängelnden Küstenstraßen wechseln kann. Macht aber nichts, wenn man gerade weiter über das Wasser und durch Berge und Wände fährt. Im Hybrid aus Modell und Virtuell kann man es richtig krachen lassen, was im Autoskooter ohne Bremse bekanntlich nur bedingt möglich ist.
Gruppen mit B fangen in einem zweiten Rundkurs an, der sich als Kreisverkehr um eine Art Kaaba gruppiert, in dem 11 Besucher zu Protagonisten von überschaubaren Handlungen werden, die nach Anweisungen gespielt werden. In einem Studio mit Regalwand, Schreibtisch, Garten, Schlafzimmer und Kommode entsteht daraus eine endlos Folge von Simultanhandlungen. Spätestens hier wird klar, warum sich Plöchinger Kuratorin nennt. Sie stellt die Bedingungen zur Verfügung, in denen man sich bewegt. Dabei ist es angenehme ist, dass man – wovor viele ja immer noch Angst haben – nicht überfordert wird. Scheinbar zwanglos wird man Teil einer „Maschine“, wie sie die Installationsfolge nennt. Zwischendurch kann man sich an einer Bar oder einem Kiosk erfrischen oder in einer Massagezelle, beim Loungen vor Trainingsfilmen der Polizei aus den 1960ern, an einem Mega-Tischfußballspiel entspannen.
Im zweiten Durchgang wechseln die Gruppen A und B die Parcours.
Eigentlich kann man nur in je einem der je vier Segmente in den zwei Teilen des Stückes wirklich Zuschauer sein: Auf der Tribüne vor der Autoscooter-Halle und hinter den Spiegeln, durch die man die 11 nach Anweisungen agierenden beobachten kann. Hier kann man sehen, warum das Stück eine Choreographie heißt. Die Bewegungen nach Anweisungen sind ob mit und ohne Gefährt bei jedem Menschen innerhalb der vorgegebenen Muster oder Vorschriften so einzigartig, dass man erkennt, warum es so erstaunlich ist, dass die Selbstorganisation so vielen Menschen auf der Straße so durchgreifend funktioniert, dass sie durch Regeln kaum zu stoppen sind. Ein Stück bei dem man selbst, wenn man ständig gefordert ist, so viel über den Verkehr lernt, dass man bemerkt, dass er eigentlich nicht zu bändigen ist, es sei denn alle Benutzer bändigen sich selbst – mehr oder weniger. Insofern ist es auch ein Stück über Tugenden, die jeweils mit der Selbstbeschränkung zu tun haben. Und hier befinden wir uns, ausgehend von den Nachbeben der Happenings vor 50 Jahren, mitten in Themen des Theaters.
Johannes Lothar Schröder
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Vorschläge sind willkommen
22.2.2011 von admin.
Die Suche nach einem Titel des Blogs verläuft weiterhin unbefriedigend; Vorschläge sind deshalb weiter erwünscht. Willkommen sind auch Beiträge, Visuelles, Erinnerungen, Anekdoten etc. zur Frühzeit des EINSTELLUNGSRAUMS vor 10 Jahren. Sollten diese als Beitrag zur Jubiläumsfeier im Sommer vorgesehen sein, werden sie natürlich nicht im Voraus veröffentlicht und müssen auch nicht hier und von mir gesammelt werden.
Aufgrund von Einwänden habe ich die letzten Einträge im Blog gelöscht. Für sie gibt es keinen Anlass mehr.
Über die positiven Rückmeldungen hinsichtlich der vorab bereitgestellten Informationen über die Ausstellungen habe ich mich gefreut. Sofern mir aussagekräftiges Material von den Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung steht, nutze ich den Blog gerne weiterhin, um dieses im Voraus zugänglich zu machen und um erste Gedanken zu den kommenden Ausstellungen zur Diskussion zu stellen.
Johannes
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“… als würden die Hasen und ich uns gegenseitig übereinander lustig machen.”
1.2.2011 von admin.
Zur Ausstellungseröffnung von Jörn J. Burmester am 3. Feb. 2011
In diesem Jahr möchte ich das Material, das mir von den Künstlern für die Vorbereitung der Einführungsvorträge zur Verfügung gestellt wurde, mit den Lesern des Blogs teilen, so dass es den Besuchern der Ausstellung im Vorfeld möglich ist, sich vorzubereiten oder während der Eröffnung Fragen zu stellen. Ich kann mir vorstellen, dass dadurch bessere Voraussetzungen für eine Diskussion gegeben sind und bin gespannt, ob es funktioniert.
In den letzten Tagen habe ich einige Fragen an Jörn Burmester geschickt, die hier mit seinen Antworten wiedergegeben sind. Außerdem hat er mir Listen der Orte überspielt, die er auf seinen „Umwege(n) auf der Luftlinie“ passierte. Weitere Aufstellungen verzeichnen die Tiere, die er wild lebend, auf den Feldern und Wiesen und tot, meist überfahren, angetroffen hat. Eine dritte Tabelle listet die mitgenommenen Gegenstände.
Joh.: Eine grundlegende Frage ist die nach den Wegen. Wo genau bist du eigentlich hergegangen? Welche Art von Wegen hast du benutzt?
Jörn: Meine Idee war, der Luftlinie zwischen meinem Elternhaus und dem Haus, in dem ich heute wohne, so genau wie möglich zu folgen. In der Praxis ist das natürlich unmöglich. Ich war überrascht, immer wieder ganze Systeme von kleinen Straßen zu finden, auf denen man fast niemand begegnet. Sie führen zu einzelnen Höfen, Feldern oder Waldwegen. Aber fast alle führen irgendwo hin. Das waren die angenehmsten Wege zum Laufen.
Joh.: Wie hast du dich verhalten, wenn dir durch große Felder und Autobahnen der Weg abgeschnitten wurde? Gab es sonst noch Hindernisse?
Jörn: In der zivilisierten Landschaft kann man nur selten querfeldein gehen. Im Laufe meiner Reise Ende Juli wurden immer mehr Felder abgeerntet, dann konnte ich auch mal quer gehen. Vor der Ernte sind die riesigen Schläge der industriellen Landwirtschaft kaum zu passieren, und sie sind oft Kilometer breit. Mit den Autobahnen hatte ich wenig Schwierigkeiten, meistens fand sich bald eine Brücke. So ging es mir auch mit den Flüssen und Kanälen auf dem Weg. Fast immer. Manchmal geht man eben am Fluss entlang, bis sich ein Übergang findet. Schwieriger sind Moore. Gar nicht weit von Berlin gibt es das Kremmener Luch, eine große, von vielen kleinen Wasserläufen durchzogenes Moorgebiet. Sehr schwierig zu durchqueren, aber lohnend, wenn man nach ein paar Stunden Umwege mit kilometerlangen einsamen Kopfsteinpflasterwegen entdeckt - mit kaum einem Haus.
Joh.: Wo hast du übernachtet? Gab es irgendwelche Besonderheiten, die du gerne erzählen möchtest?
Jörn: Nach Möglichkeit habe ich im Freien geschlafen, meistens am Rand von Feldern oder Wäldern. Interessant waren die Geräusche, seltsame, kaum zuzuordnende Tiergeräusche im Dunklen, einmal auch Schüsse. Die einzige wirkliche Schwierigkeit waren aber die Mücken. Nicht wegen der Stiche, sondern wegen des unablässigen Summens in den Ohren. Das hat mich einige Nächte komplett um den Schlaf gebracht, und auch deshalb (und zum Duschen) habe ich ab und zu ein Zimmer genommen.
Joh.: Ich weis, dass sich die Ausstellung besonders auf die Tiere bezieht, die dir begegnet sind. Möchtest du im Voraus schon etwas darüber sagen? Vielleicht eine Aufzählung, damit sich die Leser vorstellen können, was so zwischen Kiel und Berlin kreucht und fleucht?
Jörn: Die Aufzählung: Kaninchen, Rehe, Libellen, Hasen, Mücken, Katzen und Krähen, eine Ringelnatter, ein Emu, verschiedene Raubvögel (leider verstehe ich zu wenig von Vögeln, um die einzelnen Arten zu unterscheiden), ebenso verschiedene Fische, sehr laute Kraniche, ein dreibeiniger Fuchs, später zum Glück noch gesunde Artgenossen, ein suizidaler Spatz.
Tiere hinter Gittern gab es auch, sie haben mich weniger interessiert. Fotografiert habe ich nur tote Tiere, die ich auf der Straße gefunden habe. Die sind nicht so schnell weg. Ich wollte einen eigenen Kontakt zu den wild lebenden Tieren zu finden, mich von Vorwissen und Phantasien zu lösen, selber sehen und hören.
Joh.: Gibt es eine besonders eindrückliche oder folgenreiche Begegnung, die du uns verraten möchtest?
Jörn: Begegnungen mit Hasen haben mir am meisten Spaß gemacht. Sie sind nicht umsonst in vielen Erzählungen Trickster, die den Menschen Streiche spielen. Genau so war es bei mir auch. Wenn es irgendwo die Möglichkeit gab, falsch zu gehen, tauchten oft Hasen auf, um mich in die Irre zu führen. Nach ein paar Tagen wusste ich das, aber anscheinend wussten sie auch, dass ich das wusste. Deshalb tauchten sie dann am richtigen Weg auf, und ich ging wieder den falschen. Das war, als würden die Hasen und ich uns gegenseitig übereinander lustig machen.
Joh.: Zur Wahrnehmung von Zeit und Raum interessiert mich, ob sich dein Zeitempfinden im Laufe der Tage und Wochen verändert hat?
Jörn: Das ging schnell. Die Wahrnehmung der Zeit und auch der Distanzen passen sich an das Gehen an. Mir kamen „noch ein, zwei Stunden“ oder „noch zehn Kilometer“ schon bald nicht mehr viel vor. Ich hatte ja nichts anderes vor. Ich habe versucht, wenig zu planen, sondern den Rhythmus von Gehen und Schlafen meinen Bedürfnissen anzupassen. Meistens bin ich im Morgengrauen aufgewacht und auch bald los gegangen, habe mittags in der größten Hitze einige Stunden geschlafen und bin dann in den Abend gelaufen, manchmal auch in die Nacht. Insgesamt war die Reise mit knapp zwei Wochen zu kurz, war das Ziel zu nah, um nachhaltig in ein anderes Zeitempfinden hinein zu kommen. Ich würde es gerne mit einer mindestens doppelt so langen Strecke versuchen, vielleicht ohne Ziel, um das Gehen noch purer zu erleben. Dieses von etwas weg und zu etwas hin gehen hat mich sehr in meinem anderen Leben fest gehalten.
Joh.: Wie steht es mit der räumlichen Orientierung? Hat das GPS die Regie übernommen oder hat sich dein Raumgefühl im Lauf der Zeit verändert?
Jörn: Ich bin immer weitere Strecken pro Tag gegangen. In den letzten Tagen habe sogar Wanderkarten, die am Wegrand aufgestellt oder in Läden ausgehängt waren, benutzt. Ich bin in einen Zielwahn hinein gekommen, wollte fertig werden. Dabei ist der Raum fast immer klar definiert geblieben: Es war ja eine bekannte Strecke, obwohl ich viele Orte vorher nicht kannte. Auch dafür wäre es interessant, beim nächsten Mal ins Unbekannte zu gehen: Einfach nach Süden oder nach Norden.
L I S T E N
111 Ortschaften
Felde
Marutendorf
Hohenhude
Annenhof
Rumohr
Flintbek
Schönhorst
Klein Barkau
Kirchbarkau
Nettelsee
Löptin
Depenau
Diekhof
Kalübbe
Dersau
Bredenbek
Pehmerfelde
Kembs
Weitewelt
Liethkaten
Seekamp
Berlin
Steenkrüz
Gnissau
Hohenhorst
Brauner Heckkaten
Lebatz
Grebenhagen
Cashagen
Dissau
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Stockelsdorf
Lübeck
St. Gertrud
Schlutup
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Schönberg
Roduchelsdorf
Cordshagen
Gletzow
Rehna
Bülow
Dorf Nesow
Neu Benzin
Holdorf
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Reinhardtsdorf
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Bendhof
Brüsewitz
Berendsohn
Groß Brütz
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Mueß
Raben Steinfeld
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Preddöhl
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Sadenbeck
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Liebenthal
Papenbruch
Karstedtshof
Christdorf
Herzsprung
Fretzdorf
Rägelin
Woltersdorf Baum
Kränzlin
Neuruppin
Treskow
Wustrau
Ziethenhorst
Linumhorst
Staffelde
Klein-Ziethen
Wolfslake
Neu-Vehlefanz
Eichstädt-Ausbau
Eichstädt
Marwitz
Hennigsdorf
Stolpe Süd
Berlin Heiligensee
Berlin Schulzendorf
Berlin Tegel
Berlin Wittenau
Berlin Reinickendorf
Berlin Wedding
Berlin Prenzlauer Berg
13 Sommertage
15.07.2010
16.07.2010
17.07.2010
18.07.2010
19.07.2010
20.07.2010
21.07.2010
22.07.2010
23.07.2010
24.07.2010
25.07.2010
26.07.2010
27.07.2010
12 Schlafplätze
Feldrain unter einem halb gestüzten Baum
Waldrand unter Tannen
Travestrand
Heuhotel
Ufer des Neumühler Sees
Ufer des Settiner Sees
Stromleitungsschneise
Alte Post Putlitz
Birkenwald
Ruppiner Speisegaststätte Hotel und Restaurant
Ruppiner Speisegaststätte Hotel und Restaurant
Feldrand am Knick
69 Ausrüstungsgegenstände
Pfefferspray
Haribo Schnecken
GPS Gerät
Stirnlampe
Taschenmesser
Fernglas
Schlüsselbund
Feuerzeug
Adressbuch
Stifte
Mobiltelefon
Fotokamera
2 Trinkflaschen (1,5 l)
Klopapier
Papiertaschentücher
Vliesjacke
Flipflops
2 Unterhosen
Kurze Hose
T-Shirt Baumwolle
2 T-shirts Polyester
2 Paar Socken
Hose
3 Bandanas
Gürtel
Portemonaie
Handtuch
Duschgel
Sonnencreme
Mückenschutz
Tasse
Pflaster
Fußcreme
Elastische Binde
Ladegerät Telefon
Ladegerät Fotokamera
Angelschnur m. Schwimmer, Haken
Schuhwachs
Lappen
2 Klemmen
Gaffertape
Packgurt
Kompass
5 Ziplock-Tüten
6 Häringe im Beutel
3 Abspannleinen
Tarp
Wanderstiefel
Isomatte
Schlafsack
3 Plastiktüten
Rucksack
Regenjacke
Regenhose
Studentenfutter
Energieriegel
Salz in Filmdose
Pfeffer in Filmdose
Käse
Apfel
Brot
2 Tomaten
Notizbuch
Ausweis
Führerschein
Bahncard
Kreditkarte
Krankenversicherungskarte
Performerstammtischmitgliedskarte
13 Tiere
Kanninchen
Reh
Libelle
Hase
Mücke
Krähe
Ringelnatter
Emu
Raubvogel
Fisch
Kranich
Fuchs
Spatz
9 Sklaventiere
Kuh
Pferd
Hund
Katze
Schaf
Ziege
Ente
Huhn
Mops
14 tote Tiere
Maulwurf
Feldmaus
Weinbergschnecke
Amsel
Schwalbe
Goldammer
Zitronenfalter
Maikäfer
Katze
Kröte
Raupe (kleiner Fuchs?)
Heuschrecke
Spitzmaus
Wespe
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Katalog “Hybrid” 2010 kommt
11.1.2011 von admin.
Während sich viele von uns während der Ferien den Bauch ausgestopft haben, hat Elke Texte und Bildmaterial für den Katalog über alle Ausstellungen und Aktivitäten des nun vergangenen Jahres gesammelt und in eine Form gebracht. Wir sind gespannt und freuen uns darauf, euch das Ergebnis bald vorstellen zu können.
Zunächst sehen wir hoffendlich viele von euch zur Einführung in das Jahresthema am 27. Jan. und zur Ausstellung von und mit Jörn Burmester.
Johannes
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Wieder da im Neuen Jahr
7.1.2011 von admin.
Gut ins Neue Jahr gekommen bin ich, wie alle Leser hoffentlich auch! Trotz der Schreibpause, Weihnachten, rutschigen Straßen und Sonnenfinsternis sind wir guter Dinge zurück im Einstellungsraum und arbeiten am aktuellen Jahresprojekt „Autos fahren keine Treppen“. Mir schweben Szenen auf Filmen und Comics vor, wo es solchen Figuren wie Daniel Düsentrieb gelungen sein muss, Autos so zu frisieren, dass sie Treppen hinauf und hinunter fahren können. Kann sich jemand an solche Szenen erinnern und - besser noch - sie uns zur Verfügung stellen?
Auch das letzte Jahr wird bald abgeschlossen sein. Der Text über Juro Grau ist fast fertig und an der Veröffentlichung des sehr heterogenen Materials, das die drei mal drei Tage mit Aktionen hervorgebracht haben, wird weiter gearbeitet. Wie immer, wenn man es mit der scheinbar immateriellen Aktionskunst zu tun hat, wird am Ende viel mehr produziert, als man am Anfang hereingesteckt hat: Man könnte sagen, es ist mehr als ein Hybridmotor der künstlerischen Produktion, so würde diese Aktionskunst zum kulturellen perpetuum mobile, vielleicht als ein Selbstläufer der Kunst in der Kunst.
Weiterführend haben sich die Diskusstionen über Re-doings mit den Gästen erwiesen. Andrés Galeano hat mir sein Interview mit mir zur Verfügung gestellt, so dass in Kürze Auszüge davon auf die Homepage gestellt werden. Auch die Ansätze mit den Cut-outs am 9. – 11. 12. 10 erwiesen sich als produktiv. Zwar sind die Arbeiten von Sahin Ince weiterhin unauffindbar, doch sind inzwischen Fotodokumente aufgetaucht, die belegen, dass Hamburg in den 1990ern ein Entwicklungslabor für „Cut-outs“ war. Wir halten unsere Leser auf dem Laufenden.
Herzliche Grüße und Glückwünsche für ein 2011 mit guter Gesundheit und erfolgreichem Gelingen möglichst vieler Vorsätze und Vorhaben!
Johannes
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Schneehäschen malen und Bananenpreis
17.12.2010 von admin.
Dieses Wochenende sind Florian Feigl und Jörn Burmester zu Gast bei „Aktionen 3x wöchentlich“. Zuhause in Berlin halten sie die Organisation des Performerstammtischs ein paar Tage an der langen Onleine. Nach Hamburg haben sie niedliche Schneehäschen mitgebracht. Während ihre Dompteure am Fr. den 17.12. die Raumachse des Einstellungsraums quer über die Straße bis auf die gegenüberliegende Fassade verlängern, müssen die Kleinen Bilder malen. Wir sind „tierisch“ gespannt, wie Florian es schafft, über die eisglatte Fahrbahn der Wandsbeker Chaussee zu kommen. „Wenn du mich hören kannst Florian, dann sag mir dringend, ob du schon die Polarnägel unter deine Sohlen geschraubt hast?“
Am Samstag wird der Gewinner des Bananenrätsels belohnt. Wer die Form der Banane der richtigen Aktion zuordnet, bekommt als Preis eine von Schröder ausradierte Originalzeichnung oder eine Tafel Schokolade analogen Marktwerts. Burmester, Feigl und Schröder werden sich über das Gespräch zwischen Beuys und Filliou hermachen. Dieses und weitere Re-doings von unbekannten und bekannten Werken und Re-tellings nach Losen, die aus der Salzglasurvase im Fenster zu ziehen sind, die Lose von 42 Vorträgen enthält, können aktiviert werden.
Do., Fr., Sa., also vom 16. – 18. Dezember täglich von 17 – 20 Uhr.
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Black-Box: Gute Besserung René
12.12.2010 von admin.
Aus der Korrespondenz mit René Schmalz
“(…)
Das Programm am ersten Abend ließ sich in deinem Sinne gestalten, trotzdem haben dich alle sehr vermisst. Besonders Brigitte, unsere Schriftführerin, eine begeisterte Leserin von Friederike Mayröcker, ist gespannt auf das Video, das ihr in Wien gedreht habt.
Mit 4 Teilnehmern ließ sich eine interessante Tischsituation herstellen. Mit dem Auspacken eines Kartons mit Relikten konnte die Intention des Schauwerk Black Box Projektes zumindest angedeutet werden. Der Inhalt des Pakets stammt von einer Installation, die parallel zu meiner Performance über „Isobare und Gliederreißen“ als Beitrag des Festivals „Vogelfrei“ im November 2007 in Darmstadt zu sehen war. Ute Ritschel, die Initiatorin und Kuratorin, hat ihn mir nach der Ausstellung zurückgeschickt. Darin befanden sich mit Pigmenten gefärbte Isobare aus Draht und zu Wirsingköpfen gedrehte Manuskriptseiten und Knochen aus Manuskriptmaché. Alle Anwesenden lasen die erkennbaren Worte laut. So dass ein Cut-up-Text zu Fragen des Körpers in der Performance und auf Zeichnungen von Thomas Rieck vernehmbar wurde.
Als Los wurde die Mappe mit den Vorüberlegungen zu meinem Papier für die 8. PSi-Konferenz 2002 Theaters of Life an der N.Y.U. gezogen. Charlotte Salomons autobiographischen Aquarellen Theater und Leben und die darin enthaltenden Entwürfen für eine Operette lieferten ein schier überwältigendes Material über fatale Familienkonstellationen, Flucht, Deportation, Depression und „Talking Heads“.
Eine zweiminütige Mikro-Performance mit einer Kuckucksuhr ging der Frage nach, warum ausgerechnet der Kuckuck in der nach im benannten Uhr die Zeit angibt. Tip: Der Kuckuck kann zählen sowie Farben und Größe seiner Eier modellieren.
(…)
Gute Besserung
Johannes“
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J.L.Schröder + Gäste: Aktionen 3 x wöchentlich
7.12.2010 von admin.
Aktuelle Nachricht vom Johannes Lothar Schröder:
- René Schmalz liegt schwer erkrankt danieder und kann nicht kommen. Ich wünsche ihm Gute Besserung in die Schweiz. Er hat uns freundlicherweise Informationen über sein Projekt mit Valie Export und Friederike Mayröcker zur Verfügung gestellt.
- Für das Re-doing von „Erased deKooning“ (1953) von Robert Rauschenberg in der Variante von 1968 von Günter Eichler und Hannes Schröder suche ich an einem der Abende vom 9. bis 11. Dezember einen Zeichner.
- Außerdem werden die Sessions im EINSTELLUNGSRAUM an diesem Wochenende Performances und Installationen aus Hamburg gewidmet sein. An erster Stelle steht eine Hommage an Şahin Inče, dessen Installationen, Performances und Cut-Outs in den 1980ern bis 1993 in zahlreichen Ausstellungen zu sehen und zu begehen waren. Ausgehend von mit Azetylen geschnittenen Stahlblechen in Istanbul, arbeitete er in Hamburg mit Papier und Pappe sowie seit Ende der 1980er Jahre mit Teppichen, die mit Farbe und Feuer behandelt wurden.
- 1993 gingen alle Arbeiten - es handelte sich um Hunderte, teils großformatige Gemälde, Tausende von Zeichnungen und Cut-Outs, die in seinem Studio in der Wendenstraße zu einem Berg aufgetürmt lagen - durch eine Zwangsräumung in den Besitz von Dieter Becken über.
Im EINSTELLUNGSRAUM werden die Arbeiten von Inče als Dokumente gezeigt, wodurch parallel zur Ausstellung „CUT“ in der Hamburger Kunsthalle Einblicke in ein großartiges Werk möglich sind, das vor 18 Jahren zahlreiche als Partygänger in der Wendenstraße verkehrende Künstler inspiriert hat. Fotos weiterer Performances runden die Übersicht ab.
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Herzlich Willkommen!
28.11.2010 von admin.
Willkommen auf der Seite von EINSTELLUNGSRAUM e.V.
Wir freuen uns über alle Kommentare, die unserem Ansatz konstruktive Beiträge liefern.
Elke Suhr
admin
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